Baladiya - neue Wege in der Stadtentwicklung

Baladiya - neue Wege in der Stadtentwicklung

Das Projekt Baladiya – neue Wege in der Stadtentwicklung richtet sich an algerische, marokkanische und tunesische Fachkräfte auf dem Gebiet der Stadtentwicklung, die sich mit Fragen der Stadtentwicklung auf konzeptioneller, administrativer, wissenschaftlicher oder politischer Ebene beschäftigen (Kommunen, Ministerien, Architektur- und Planungsbüros, Universitäten) sowie an Vertreter der Zivilgesellschaft (Stadtteilorganisationen, Bürgerinitiativen o.ä.). Es ermöglicht den Teilnehmern sowohl untereinander als auch mit deutschen Fachkollegen einen umfassenden Austausch von Erfahrungen und Kenntnissen.

Durch die gesellschaftlichen Veränderungen in Nordafrika entstehen neue Anforderungen und Möglichkeiten für die Lebensgestaltung der Bevölkerung. Wie die Menschen in Algerien, Marokko und Tunesien künftig leben und arbeiten werden, entscheidet sich wesentlich in den Städten. Stadtentwicklung hat daher einen starken Einfluss auf die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und auf das Gelingen der Veränderungen, die Bürger und Politik bewirken wollen.

Mit dem von der Robert Bosch Stiftung initiierten und finanzierten sowie der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Rahmen des CoMun-Vorhabens unterstützten Projekt Baladiya – neue Wege in der Stadtentwicklung ermöglicht die Europäische Akademie Berlin gemeinsam mit ihren Partnern den teilnehmenden Stadtplanern die Entwicklung eigener Vorhaben und den Aufbau transnationaler, praxisorientierter Netzwerke.

Das Projekt ist pro Durchgang auf zwei Jahre angelegt und beinhaltet jeweils ein Vorbereitungsseminar (in Nordafrika), mehrwöchige Präsenzmodule (in Deutschland) sowie ein Abschlussseminar (in Nordafrika). Die Veranstaltungen werden durchgängig in französischer Sprache durchgeführt.

Das Programm setzt sich aus Diskussionen, Vorträgen, Besichtigungen, Exkursionen und Kompetenztrainings zusammen. Die thematische Schwerpunktsetzung erfolgt in enger Absprache mit den Teilnehmern, bislang standen unter anderem integrierte Planung, Stadterneuerung und -entwicklung, Klimawandel und Generationengerechtigkeit, politische Partizipation in der Stadtplanung, insbesondere auch von Kindern und Jugendlichen, und urbane Mobilität auf der Agenda. Tagungsort ist in der Regel Berlin, Exkursionen wurden bislang nach Frankfurt/Oder, Potsdam, Braunschweig, Wolfsburg, Görlitz, Leipzig und Dresden durchgeführt. Ergänzend treffen die Teilnehmenden im Programmverlauf individuell oder in Kleingruppen deutsche Kollegen zum fachlichen Austausch. 

Im Rahmen des Programms haben die Teilnehmer die Möglichkeit, in individuell organisierten ein- bis zweiwöchigen Hospitationen den Arbeitsalltag in deutschen Stadtverwaltungen vertieft kennenzulernen.

Seit 2016 besteht im Rahmen des Projekts eine Medienpartnerschaft mit der taz.die tageszeitung