Meinolf Spiekermann

Meinolf Spiekermann

Programmleiter CoMun

Meinolf Spiekermann
Programmleiter CoMun

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt inzwischen in Städten, mit steigender Tendenz. Die südlichen und östlichen Mittelmeerländer weisen eine der höchsten Urbanisierungsraten weltweit auf und so befindet sich auch die arabische Stadt („Baladiya“) im Umbruch.
Vor dem Hintergrund wachsender Aufgabenvielfalt und Handlungsdringlichkeit können Städte im Maghreb durch Erfahrungsaustausch in der Region lernen und damit ihre Entwicklung effizienter gestalten.  Das ist die Grundidee des Vorhabens CoMun (aus dem Französischen: Coopération des Villes et Municipalités) der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, mit dem diese im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) den Austausch innerhalb Marokkos, Algeriens und Tunesiens über Erfahrungen und Praktiken der Kommunal- und Stadtentwicklung in Form von Lernnetzwerken fördert. Die Netzwerke bilden den Rahmen für einen kontinuierlichen Fachdialog über den gemeinsame Lösungswegen erarbeitet werden können. Auf diese Weise stärken die Bürger und kommunale Verwaltungen ihre Kompetenzen nachhaltig.

Im Jahr 2013 kooperierte CoMun erstmals mit dem Projekt Baladiya – neue Wege in der Stadtentwicklung der Robert Bosch-Stiftung, das federführend von der Europäischen Akademie Berlin umgesetzt wird. Stadtplaner aus Marokko und Tunesien erhielten dadurch die Möglichkeit, ihr Wissen über kommunale Planungsprozesse zu vertiefen und über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen marokkanischen, tunesischen und deutschen Ansätzen zu diskutieren. Der Austausch wurde von allen Beteiligten als äußerst bereichernd empfunden und so stand am Ende der Seminarreihe der Wunsch, den Fachdialog zukünftig zu verstetigen. Das Lernnetzwerk Baladiya war geboren.  Angelehnt an das Konzept der vorhandenen CoMun-Netzwerke werden sich bisherige und zukünftige Teilnehmer der Baladiya-Seminare von nun an regelmäßig austauschen, um ihr Wissen in ihre Regionen zu tragen und die Arbeit ihrer Kommunalverwaltungen nachhaltig zu verbessern. Wir freuen uns, dass der Austausch seit 2015 auch mit algerischen Stadtplanern fortgesetzt wird.

Wir wünschen uns, dass die Menschen und Institutionen, die im Rahmen des Programms zusammengefunden haben, weiterhin in regem Austausch bleiben und freuen uns, auf diesem Wege gemeinsam mit unseren Partnern einen Beitrag für die Entwicklung leistungsfähiger und demokratischer Städte zu leisten.

Mabrouk Baladiya!